„Aufbruch beim FC Inden/Altdorf: Wie Dr. Daniel Dünnebacke den FC Inden/Altdorf in eine erfolgreiche Zukunft führen will“
Ein frischer Wind weht seit der letzten Vorstandswahl durch den FC Inden/Altdorf. Mit der Wahl von Dr. Daniel Dünnebacke setzt der Verein ein klares Zeichen für Erneuerung, Zusammenhalt und strategische Weiterentwicklung. Vieles ist bereits angestoßen, doch noch mehr soll in den kommenden Jahren wachsen – Grund genug, mit dem neuen Vorsitzenden ausführlich ins Gespräch zu gehen.
Daniel, zunächst nochmal „nachträglich“ herzlichen Glückwunsch zur Wahl zum 1.Vorsitzenden des FC Inden/Altdorf. Es ist ja schon ein wenig her und Du hast bereits in den ersten Monaten in neuer Position einiges an Erfahrung sammeln dürfen. Bevor es aber ans Eingemachte geht, lass uns dich einmal besser kennenlernen – wer bist du eigentlich abseits aller Funktionstitel und was verbindet dich persönlich mit dem FC Inden/Altdorf?
Danke Dir. Wer bin ich? Ich würde sagen ein engagierter Familienvater mit zwei tollen Jungs die fußballerisch aktiv sind, und dem die Vereinskultur als Bindeglied für die Gesellschaft gerade in den heutigen sehr turbulenten Zeiten sehr am Herzen liegt. Wir sind 2010 als Familie nach Inden gezogen – und haben den Ort ziemlich schnell lieben und schätzen gelernt. Relativ früh war klar: Wenn wir hier leben, dann wollen wir auch mitgestalten. Über erste Bekanntschaften aus der Elternschaft der Kita ging’s für mich erstmal in den Karneval – ins Männerballett. Später wurde dann meine Frau Tanja in den Vorstand der KG Lustige Jonge berufen. Dort sind wir beide bis heute aktiv. Parallel dazu haben unsere Jungs ihre ersten Schritte auf dem Fußballplatz gemacht. Als Trainer „meines Großen“ durfte ich früh lernen, was diese Tätigkeit mit sich bringt. Von den Bambinis bis zur D-Jugend habe ich den 2008er Jahrgang begleitet und den Verein kennen gelernt. Für unseren Jüngeren habe ich dann um 2015 den FUKIGA, den Fußballkindergarten, gemeinsam mit engagierten Vereinsvertretern und weiteren Eltern ins Leben gerufen. Aaron war zu dem Zeitpunkt noch zu klein für die Bambinis, aber schon mit einem enorm hohen „Aktivitätslevel“ – und dies am liebsten mit Ball. So wuchs mit und mit das persönliche Engagement im Verein, was dann 2019 als Beisitzer im Vorstand mündete, um die Förderung des Kunstrasenplatzes zu koordinieren. Über diese ganzen Stationen ist der FC Inden/Altdorf für uns längst mehr als nur ein Verein geworden – er ist ein wichtiger Teil unseres Familienlebens. Mit dem Ergebnis, nunmehr als 1. Vorsitzender für diesen tollen Verein fungieren zu dürfen.
Was waren deine zentralen Beweggründe, für das Amt des Vereinsvorsitzenden zu kandidieren, und was hat dich überzeugt, diese Verantwortung jetzt zu übernehmen?
Zuallererst die Begeisterung für den Fußball an sich. Ob selbst als aktiver Fußballer bis zu meinem Kreuzbandriss mit 20 Jahren oder auch später als „passiver“ Fan von Alemannia Aachen und der Nationalmannschaft hat mich der Sport nicht losgelassen. Und gerade mit den eigenen Jungs wurde es nochmal konkreter. Der FC hat unseren Kindern ein sportliches Zuhause gegeben, uns als Familie Freundschaften und Zugehörigkeit geschenkt. Irgendwann ist dann der Punkt, an dem man sagt: Jetzt gebe ich bewusst etwas zurück. Am Ende muss man sich eben eingestehen, dass Vereinswesen nicht funktioniert, wenn alle nur konsumieren. Es bedarf an allen Ecken ehrenamtliche Helfer - ob als Trainer oder Betreuer, bei der Pflege der Anlagen oder in der Bewirtung und natürlich nicht zuletzt in der Elternschaft und im Vorstand. Ich konnte in den letzten sieben Jahren als Beisitzer Stück für Stück in den Verein hineingewachsen – angefangen bei der Beantragung von Fördergeldern für den Kunstrasenplatz, später mit immer mehr Aufgaben. Ich habe gesehen, wie viel Potenzial hier schlummert, aber auch, wo es Reibungspunkte gibt. Die Kandidatur war für mich kein spontaner Entschluss, sondern eher der nächste logische Schritt: Verantwortung übernehmen, Strukturen mit aufbauen und einen Rahmen schaffen, in dem viele Menschen – von den Kids bis zu den Senioren – sich wohlfühlen und gemeinsam ihrem Hobby in positiver Gemeinschaft nachgehen können.
Wie blickst du auf die jüngsten Entwicklungen in der Seniorenabteilung – und dürfen wir uns bald auf eine zweite Mannschaft freuen?
Ich schaue mit viel Respekt und Stolz auf das, was aktuell in der Seniorenabteilung passiert. Wir haben eine Truppe, die nicht nur kicken kann, sondern auch menschlich zusammenpasst – das spürt man auf und neben dem Platz.
Gerade unsere „Erste“ hat spannende Jahre hinter sich. In der letzten Saison sollte mit neuem Trainer eine neue Ära eingeläutet werden, die dann leider bereits nach einem halben Jahr aus beruflichen Gründen nicht fortgeführt werden konnte. Dankenswerterweise konnten wir alte Bekannte dafür gewinnen, die Mannschaft durch den Rest der Saison zu führen. Nunmehr ist es ein wenig wie „Täglich grüßt das Murmeltier“, dass wir auch zu Beginn dieser Saison einen neuen Trainer präsentieren durften und erneut einen Neustart hinlegen. Ich bin davon überzeugt, dass wir mit Lars (Sachße) und seinem Trainerteam eine Top-Lösung für unseren Verein gefunden haben. Die sehr gute Trainingsbeteiligung, auch an kalten Wintertagen, spricht dafür Bände. Und auch die Ergebnisse in der Kreisliga B haben sich nach einem eher stotterndem Start in den letzten Monaten positiv entwickelt. Insofern schaue ich sehr optimistisch auf die Entwicklung der Mannschaft.
Dazu zählt insbesondere der explizite Wunsch von Trainerteam, Vorstand sowie Jugendabteilung die Durchlässigkeit von den ältesten Jugendmannschaften – nächste Saison haben wir ja endlich wieder alle Jugenden bei den Jungs besetzt – in den Seniorenbereich zu verbessern. Und hier kommt dann natürlich auch das Projekt „Zwote“ ins Spiel. Garantieren kann man natürlich nichts, aber es ist schon das erklärte Ziel des Vorstands dieses Projekt voranzutreiben. Wir haben auch bereits erste Gespräche geführt, aber es ist noch zu früh hier einen konkreten Zeitplan oder sogar Vollzug zu vermelden. Lasst Euch überraschen
Der Inde Campus hat sich stark entwickelt. Aus Sicht des Gesamtvorstandes: Welche Vision verfolgt ihr für die Jugendabteilung in den kommenden Jahren?
Die Jugend ist für mich persönlich ein Herzensanliegen – nicht nur, weil meine eigenen Kinder hier (fußballerisch) groß geworden sind, sondern weil ich als Trainer lernen durfte, mit wie viel Engagement und Ehrgeiz die Kids, ob Jungs oder Mädchen, ihrem Hobby nachgehen wollen. Und gerade in einer Zeit voller digitaler Reize und Verführungen, ist wahrer Zusammenhalt in einer Mannschaft mit gemeinsamen Ziel wichtiger denn je. Mit Ziel meine ich an der Stelle aber nicht zwingend den Sieg am Spieltag. Natürlich gewinnt man lieber, als man verliert, aber beides muss trainiert werden, da es auch im Leben neben dem Fußballplatz nicht immer nur Gewinner geben kann.
Unsere Vision ist, dass jedes Kind beim FC Inden/Altdorf willkommen ist – unabhängig davon, wie „talentiert“ es ist. Hier sollen sie lernen, was Teamgeist, Fairness und Respekt bedeuten – und dabei Spaß am Sport haben. Dennoch darf man die Augen nicht davor verschließen, dass es natürlich unterschiedliche Leistungsniveaus gibt. Unsere Aufgabe als Verein ist es, Kinder langfristig zu motivieren, dem Sport treu zu bleiben. Und hier kann ein kurzfristiger Schritt zurück die Basis für eine gesteigerte Motivation in der Zukunft sein. So praktizieren wir in unserer C1-Jugend, die ich gemeinsam mit drei weiteren Trainern betreuen darf, einen engen Austausch mit der C2. Und dies in beide Richtungen.
Im Fokus wird auch die Weiterentwicklung des Mädchenfußballs beim FC Inden/Altdorf stehen. In dieser Saison haben wir erstmal eine Mannschaft im regulären Spielbetrieb und es soll zukünftig nicht die Einzige bleiben. Um all dies zu ermöglichen und diese Strukturen im gesamten Verein zu etablieren, spielt natürlich der Rahmen, in unserem Fall der Inde Campus, eine wesentliche Rolle. Mit definierten Zielen, einem Verhaltenskodex und natürlich auch Regeln zum respektvollen Umgang miteinander, bildet der IndeCampus sowie unsere komplette Jugendabteilung die Basis für unser sportliches Miteinander. Das wir darüber hinaus auch noch dafür sorgen, dass die Infos aus dem Verein aktuell und auf vielfältige Weise kommuniziert werden über die sozialen Kanäle (ein Dank geht hier raus an unser „Marketing- und Social Media Team), rundet das positive Erscheinungsbild ab. Gemeinsam mit dem Jugendvorstand um Marcus Peters, der (ganz nebenbei) einen großartigen Job macht, wollen wir die Jugendabteilung weiter stabilisieren, möglichst neben weiteren aktiven Mädchen auch alle Altersklassen im Jungenbereich besetzen und den Übergang in den Seniorenbereich stärken. Die Kinder sollen sehen: „Hier kann ich meinen Weg gehen – von den ersten Schritten mit dem Ball bis in den Seniorenbereich.“
Nach den erheblichen Investitionen in die Modernisierung der Sportanlage – stehen bereits neue Projekte oder strategische Schritte auf deiner Agenda?
Ideen haben wir viele. Nur darf man den Verein natürlich auch nicht überfordern. Und das gilt sowohl für die ehrenamtlichen Helfer als auch für die finanziellen Mittel. Beides wurde in den letzten Jahren nach der Flut und dem Neubau des Kunstrasenplatzes enorm beansprucht und man kann nur den Hut vor allen Helferinnen und Helfern ziehen, die über das normale Maß in den letzten Monaten und Jahren diesen Traum vom Kunstrasenplatz haben Wirklichkeit werden lassen.
Dazu zählt ebenso, auch wenn man gerne über die Politik schimpft, die Gemeindeverwaltung sowie der Gemeinderat und, nicht zu vergessen, die ortsansässigen Vereine, die die ursprüngliche Idee des „Sportparks“ unterstützt haben. Das wir hier als Gemeinde noch nicht fertig sind und die eine oder andere Veränderung in Zukunft noch folgen wird, können wir gerne nochmal gesondert besprechen. Bezogen auf die aktuelle Situation heißt es aus meiner Sicht erstmal: Strukturen festigen, Aktivitäten ausbauen (wie bspw. die Wiederaufnahme der Hallenturniere nach Renovierung der Sporthalle im vergangen Winter) sowie offene Arbeiten abschließen. Zu letzterem gehört sicherlich die Einweihung der Tribüne, welche noch an der Freigabe durch den Kreis hängt. Wir hoffen hier zeitnah Vollzug melden zu können. Ich lade alle Mitglieder, aber auch sonstige Interessierte ein, den Breitensport in der Gemeinde aktiv zu erleben und sich die „neue“ Babor Arena mal anzuschauen. Von den Bambini-Spielfesten über die Jugendspiele bis hin zu den Senioren ist auf den Plätzen an der Merödgener Straße (fast) immer was los. Die Aktiven und der Verein freuen sich über jede Unterstützung. Und dank unserer neuen Cafeteria „Zur alten Asche“ ist es für die Besucher auch noch komfortabler geworden. Gerade jetzt in der kalten Jahreszeit.
Gibt es Sofortmaßnahmen, die du in den ersten Monaten deiner Amtszeit anstoßen möchtest oder bereits angestoßen hast, um Strukturen oder Abläufe zu optimieren?
Nein, das ist aus meiner Sicht nicht nötig. Der Vorstand und der gesamte Verein haben ja auch in der Vergangenheit einen guten Job gemacht und nur weil es nun auf dem Papier einen neuen 1. Vorsitzenden gibt, muss nicht alles umgeschmissen werden. Vielmehr geht es um eine stetige Verbesserung der Zusammenarbeit auf allen Ebenen. Hier ist aus meiner Sicht KOMMUNIKATION das A und O – und dies im Übrigen nicht nur bei uns im Verein, sondern im gesellschaftlichen Miteinander. Ob zwischen Vorstand und Mitgliedern, Trainern und Spielern oder Organisatoren und Eltern. Es ist immer das Gleiche: Wir müssen nicht alle einer Meinung sein, aber eben diese persönlichen Ansichten müssen offen und vorurteilsfrei geäußert werden dürfen. Und dies bitte nicht hintenrum, so dass es eine negative Eigendynamik entwickelt, sondern direkt und respektvoll, um konstruktiv Verbesserungen anzustoßen oder Fehler, die jedem passieren, zu beheben. Im Ergebnis wünsche ich mir zuallererst eine positive und konstruktive Grundstimmung im Verein. Zum einen, weil ich selbst glaube, so gestrickt zu sein, und zum anderen weil wir allen Aktiven wie Passiven damit ein bestmögliches Umfeld bieten können.
Wo siehst du den Verein kurz-, mittel- und langfristig – sowohl sportlich als auch organisatorisch?
Man muss erstmal festhalten, dass wir uns als „Dorfverein“ anders aufstellen müssen oder auch dürfen, gerade was die Formulierung von sportlichen Zielen angeht. Sportlicher Erfolg wird nicht der alleinige Fokus unserer Tätigkeit sein. Weder heute noch morgen oder übermorgen. Jedoch möchte ich nicht verhehlen, dass ich mittelfristig unsere ERSTE gerne in der A-Liga sehen würde. Aber nicht um des eigenen Ehrgeizes willen, sondern vielmehr um unseren ambitionierten Aktiven im Senioren-, aber auch älteren Jugendbereich eine Möglichkeit zu geben, sich zu beweisen.
Spätestens wenn uns dies gelingen sollte, spielt natürlich auch eine mögliche ZWOTE eine wichtige Rolle, da wir möglichst allen Spielern, egal welcher Leistungsstufe, eine sportliche Heimat bieten wollen. Noch mehr gilt dies natürlich für die Jugend. Aber auch hier darf man natürlich trotzdem nach Höherem streben, wenn die Mannschaft dies unterstützt. Gerne darf, in der einen oder anderen Mannschaft, auch mal eine Qualifikation zur Bezirksliga gespielt werden. Organisatorisch werden wir viele Aktivitäten anstoßen, um die Vereinsarbeit zu verbessern sowie Möglichkeiten für Fördertöpfe zur Weiterentwicklung zu nutzen. Hier ist aber noch vieles in Abstimmung und Bedarf noch einiger Vorarbeit. Im Kern möchte ich aber, dass der Vorstand im Verein sichtbarer wird. Als Ansprechpartner und manchmal auch „Kummerkasten“. Das zahlt dann wieder auf das Thema Kommunikation ein – was ich ja vorhin bereits als zentrales Element unserer Vorstandsarbeit beschrieben habe.
Wie wichtig ist dir die enge Einbindung von Mitgliedern, Ehrenamtlichen und Unterstützern und welche Maßnahmen planst du, um deren Engagement langfristig zu stärken?
Ich glaube oder zumindest hoffe, dass ich die Bedeutung der Ehrenamtler bereits herausgestellt habe. Ohne diese funktioniert kein Verein dieser Welt. Selbiges gilt natürlich für die Unterstützer, zu denen ich an dieser Stelle unsere Sponsoren und Förderer zähle, aber auch Vertreter aus Politik und Verwaltung. Ohne diese ist ein aktives Vereinsleben und wäre die Entwicklung der Babor Arena nicht möglich gewesen. Am Ende ist ein lebendiges Vereinsleben immer das Ergebnis aus dem Engagement vieler. Und hier sind nicht zuletzt auch die Mitglieder, unser „Souverän“, zu nennen. Sie tragen den Verein und das bei Weitem nicht nur durch die Mitgliedsbeiträge. Ich möchte an dieser Stelle, da ich sie noch gar nicht erwähnt habe, unsere Altherren-Mannschaft hervorheben. Viele von ihnen sind Ehrenamtler, Unterstützer, Trainer und Mitglieder zugleich und bilden ein tolles Aushängeschild unseres Vereins – sowohl auf als auch abseits des Platzes.
Neben dem „operativen Betrieb“ des Vereins sehe ich in der Orchestrierung ebendieser genannten Gruppen die Hauptaufgabe eines Vorstands. Natürlich ist es an uns schlussendlich Entscheidungen zum Wohle des Vereins zu treffen, jedoch sind hierzu insbesondere die Meinungen und Kritikpunkte aller wichtig. Hier kann man sich durchaus auch mal irren, das ist ja bekanntlich menschlich. Aber diesen Irrtum dann im Zweifel auch einzusehen und nicht stoisch nur seine Sicht der Dinge zuzulassen, ist die Basis für kontinuierliche Weiterentwicklung. Wenn Du mich dann fragst, welche Maßnahmen hierzu geplant sind, kann ich lediglich antworten, dass wir gute und transparente Vorstandsarbeit machen wollen. Und dies im engen Austausch mit allen Beteiligten. Ich ermutige an der Stelle jeden, mich und meine Vorstandskolleginnen und -kollegen aktiv anzusprechen, um Themen anzuregen, Misstöne anzubringen oder auch eigene Aktivitäten einzubringen. Wir freuen uns an der Stelle auf jeden konstruktiven Vorschlag.
Ganz konkret werden wir unseren Ehrenamtlern vermutlich noch bis Ostern die Ehrenamtskarte NRW zur Verfügung stellen, die eben dieses Engagement mit ein paar Vergünstigungen im täglichen Leben Rechnungs trägt.
Kooperationen mit Schulen, Partnervereinen oder Sponsoren bieten große Chancen. Wo siehst du hier ungenutztes Potenzial und welche neuen Impulse möchtest du setzen?
Puh, das ist ein weites Feld und da ich eh schon so viel geredet habe, versuche ich mich mal kurz zu halten. Ich stimme Dir absolut zu, dass es gewiss noch viel Potenzial in diesen Bereichen gibt. Aber man darf auch nicht vergessen, wie viel bereits erreicht wurde. Sei es der Fußballkindergarten, der zukünftig noch stärker mit den KiTas der Gemeinde kooperieren wird. Seien es die Schul-AGs, die vorrangig durch Marcus Peters initiiert und durchgeführt werden. Oder seien es die regelmäßigen Sponsorenansprachen, um bestehende und auch potenziell zukünftige Unterstützer von unserem Tun zu begeistern. Da passiert schon viel und dies unter zumeist persönlichem Einsatz der Beteiligten über das „normale“ Maß hinaus. Daher muss man natürlich auch immer aufpassen, immer mehr, mehr, mehr zu wollen. Ich glaube, dass uns eine kontinuierliche Weiterentwicklung der bestehenden Kooperationen als Teil der Konsolidierung des Vereins nach den turbulenten letzten Jahren mit Flut, Platz- und Infrastrukturaufbau gut zu Gesicht steht. Das heißt nicht, dass wir nicht offen für Neues sind, aber es muss alles auch gemacht werden. Hier ist vermutlich der größte Hebel im Verein – nämlich die zunehmende Verteilung der Lasten auf mehrere Schulterpaare. Wenn uns das gelingt, können wir noch viele Aktivitäten anstoßen und zum Wohle des Vereins umsetzen.
Zum Abschluss: Was möchtest du den Mitgliedern, Trainerinnen, Trainern, Spielerinnen und Spielern nach deiner Wahl mit auf den Weg geben – und welcher erste große Schritt soll die neue Vorstandsära prägen?
Den Begriff „Ära“ finde ich übertrieben – Amtszeit wäre der formal richtige Begriff. Aber schwierig – vielleicht am ehesten: Wir alle sind der FC Inden/Altdorf 09/21 e.V.! Er lebt nicht vom Vorsitzenden oder der Geschäftsführerin, sondern von der Summe der Menschen, die hier mitmachen – egal ob als Spielerin, Spieler, Trainer, Elternteil, Sponsor oder Helfer im Hintergrund. Ich wünsche mir, dass wir uns immer wieder daran erinnern, warum wir das hier tun: Weil wir den Fußball lieben, weil wir Gemeinschaft schätzen und weil wir wollen, dass Kinder, Jugendliche und Erwachsene hier einen guten Platz zum Austausch und zum friedlichen Miteinander finden. Wenn wir so die Gemeinschaft aktiv fördern und diesen Weg offen und mit gegenseitigem Respekt gehen, bin ich überzeugt: Dann wird unser FC Inden/Altdorf eine nachhaltige, gute Entwicklung in den nächsten Jahren haben.
Lieber Daniel, danke dass du so offen und ehrlich in den Dialog gegangen bist. Nun bleibt uns nur, dir viel Erfolg für die anstehenden Aufgaben zu wünschen.